{"id":746,"date":"2019-03-29T15:15:12","date_gmt":"2019-03-29T14:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/gubitz.lorenzundfuchs.de\/publikation\/beitrag-in-der-njw-zur-einziehung\/"},"modified":"2025-05-09T08:45:31","modified_gmt":"2025-05-09T06:45:31","slug":"beitrag-in-der-njw-zur-einziehung","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/veroeffentlichung\/beitrag-in-der-njw-zur-einziehung\/","title":{"rendered":"Beitrag in der NJW zur Einziehung"},"content":{"rendered":"<p>Im aktuellen Heft 14 der <em>Neuen Juristischen Wochenschrift<\/em> ist eine weitere Anmerkung unseres Partners Prof. Dr. Gubitz zu einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum noch neuen Einziehungsrecht erschienen (NJW 2019, 1008 ff.).<\/p>\n<p>Im Kern hatte der BGH hier entschieden, dass das Schlechterstellungsverbot auch f\u00fcr die Einziehung nach den \u00a7\u00a7 73 ff. StGB (beispielsweise von Tatertr\u00e4gen) gilt. Das Verbot der &#8220;Verb\u00f6serung&#8221; einer Entscheidung in der Rechtsmittelinstanz soll gew\u00e4hrleisten, dass der Verurteilte sein Recht, ein Urteil anzufechten, wahrnehmen kann, ohne bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen, dass es noch schlimmer wird \u2013 es gilt also umfassend in den F\u00e4llen, in denen die Staatsanwaltschaft kein Rechtsmittel eingelegt hat. So war es auch in dem hier vom BGH zu entscheidenden Sachverhalt.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Angeklagten handelt es sich um eine erfreuliche bundesgerichtliche Klarstellung seiner strafverfahrensrechtlichen Stellung.\u00a0Diese war notwendig geworden, weil das HansOLG Hamburg mit Beschluss vom 12. Juli 2018 (5 Rev 4\/18, 1 Ss 42\/18, BeckRS 2018, 29504) die Geltung des Schlechterstellungsverbots teilweise in Frage gestellt und dem BGH folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt hatte:<\/p>\n<p><em>\u201eSchlie\u00dft das Verbot der Verschlechterung (\u00a7 331 I StPO) die erstmalige Anordnung einer Einziehung von Tatertr\u00e4gen oder des Wertes von Tatertr\u00e4gen (\u00a7\u00a7 73, 73\u2009c StGB idF des Gesetzes zur Reform der Verm\u00f6gensabsch\u00f6pfung vom 13.4.2017) durch das BerGer <\/em>[Berufungsgericht]<em>\u00a0auf die allein vom Angeklagten gef\u00fchrte Berufung auch dann aus, wenn eine selbstst\u00e4ndige Anordnung gem. \u00a7 76\u2009a StGB m\u00f6glich ist?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die \u00dcberlegung des OLG fu\u00dfte also letztlich darauf, dass es un\u00f6konomisch w\u00e4re, die Einziehung in der Rechtsmittelinstanz nicht auszusprechen, wenn sie doch danach ohnehin noch droht. Da aber f\u00fcr diese nachfolgende Entscheidung die Staatsanwaltschaft zust\u00e4ndig ist und durchaus eine Chance besteht, dass aus bestimmten Gr\u00fcnden von der einer Entscheidung nach \u00a7 76a StGB abgesehen wird, \u00fcberzeugt die Argumentation des OLG nicht. Prof. Dr. Gubitz begr\u00fc\u00dft daher die klare Entscheidung des BGH und kritisiert, dass das HansOLG Hamburg \u2013 ausgerechnet in einem Jugendstrafverfahren \u2013 von dem ausdr\u00fccklich in \u00a7\u00a7 331 I, 358 II 1, 373 II 1 StPO normierten Grundsatz des Schlechterstellungsverbots abweichen wollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im aktuellen Heft 14 der Neuen Juristischen Wochenschrift ist eine weitere Anmerkung unseres Partners Prof. Dr. Gubitz zu einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum noch neuen Einziehungsrecht erschienen (NJW 2019, 1008 ff.). Im Kern hatte der BGH hier entschieden, dass das Schlechterstellungsverbot auch f\u00fcr die Einziehung nach den \u00a7\u00a7 73 ff. StGB (beispielsweise von Tatertr\u00e4gen) gilt. &#8230; <a title=\"Beitrag in der NJW zur Einziehung\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/veroeffentlichung\/beitrag-in-der-njw-zur-einziehung\/\" aria-label=\"Read more about Beitrag in der NJW zur Einziehung\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"menu_order":0,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"writer":[32],"topic":[21,22],"class_list":["post-746","publikation","type-publikation","status-publish","format-standard","hentry","writer-gubitz-partner","topic-materielles-strafrecht","topic-strafprozessrecht"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/publikation\/746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/publikation\/746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":921,"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/publikation\/746\/revisions\/921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"writer","embeddable":true,"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/writer?post=746"},{"taxonomy":"topic","embeddable":true,"href":"https:\/\/gubitz-partner.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/topic?post=746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}